Nur in aktueller Rubrik suchen

Einfluss der Heizungsanlage

heizung.jpg

Moderne Massivhäuser benötigen aufgrund Ihrer hervorragenden Wärmespeicherung nur kleine, Heizungsanlagen mit niedrigen Vorlauftemperaturen.

Wichtigste Voraussetzung für eine zeitgemäße Heizungsanlage ist eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur beim Heizwasser und entsprechend große Heizflächen zur Wärmeabgabe, z.B. Fußboden- oder Wandheizungen. Die Leistung ist dem rechnerischen Wärmebedarf des Gebäudes möglichst genau anzupassen. Schätzungen und Erfahrungswerte reichen nicht aus. Leistungsreserven sind nicht nur überflüssig, sondern schädlich. Ein überdimensionierter Heizkessel hat längere Stillstandzeiten mit entsprechenden Stillstandverlusten.

  Die Brennstoffausnutzung eines Heizungskessels wird durch den Jahresnutzungsgrad beschrieben. Ein Jahresnutzungsgrad von z.B. 92% bedeutet, dass der Brenner unter optimalen Prüfbedingungen 92% der im Brennstoff enthaltenen Energie in Wärme umsetzt.

  Der Jahresnutzungsgrad von Öl- und Gasheizkessel lässt sich durch Einsatz der "Brennwerttechnik" verbessern. Sie nutzt die in den Rauchgasen enthaltene Wärme, indem sie die Frischluft über einen Wärmetauscher leitet. Er entzieht den Rauchgasen die Wärme. Der Jahresnutzungsgrad von Ölbrennern steigt auf mindestens 101%, der von Gasbrennern auf mindestens 108%. Gasheizungen haben einen höheren Nutzungsgrad, weil die Rauchgase von Gasheizungen viel Wasserdampf enthalten. Bei dessen Kondensation wird Wärme frei.

 

  Die Wärmepumpentechnik entzieht dem Wärmeträger z.B. die Außenluft Wärme und kühlt diese ab. Mit der freiwerdenden Wärmemenge wird Ihr Massivhaus beheizt. Wärmepumpen sind eine seit vielen Jahren bewährte Heiztechnik und haben bezogen auf den Primärenergieverbrauch besonders gute Effizienswerte.

 
Der Vorteil von Holzheizungsanlagen liegt in ihrer Klimaneutralität. Es kann nur so viel CO2 frei gesetzt werden, wie zuvor die Pflanze aus der Atmosphäre gebunden hat. Zudem sind moderne Pelletheizungen effizient und laufen automatisch.
 
 

Die solare Warmwasseraufbereitung ist mittlerweile Stand der Technik.
Die zusätzlichen Investitionskosten amortisieren sich in der Regel innerhalb der Anlagenlaufzeit. Sie kann einen hohen Beitrag zum klimaneutralen Wohnen leisten. Die Wirkung solarer Heizungsunterstützung hängt im Wesentlichen von der Kapazität des Wärmespeichers ab.



Ein Anschluss an vorhandene Fernwärmeanlagen kann die Investitionskosten für den Bauherrn senken. In der Regel ist davon auszugehen, dass die Wärme z.B. durch Kraft-Wärme-Kopplung hocheffizient erzeugt wird und die unvermeidbaren Leitungsverluste dadurch mehr als ausgeglichen werden.