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Energieausweis

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Jedes Haus verliert Heizenergie über Wände, Fenster, Dach und Keller, durch die Belüftung sowie durch die Energieerzeugung und die Übertragung der Wärme in der Heizungsanlage. Das Haus gewinnt Wärme durch Sonneneinstrahlung über Fenster, Lampen und elektrische Geräte, sowie durch die Wärmeerzeugung der Heizungsanlage.

Der Nachweis des baulichen Wärmeschutzes erfolgt mittels einer Energiebilanz. Sie erfasst die wichtigsten Wärmegewinne und -verluste. Der erforderliche Jahresprimärenergiebedarf darf den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert nicht überschreiten.

Wie gut die einzelnen Bauteile gedämmt sind, schreibt der Gesetzgeber dagegen nicht vor. Damit besteht die Möglichkeit, die Dämmung des Hauses nach wirtschaftlichen und bautechnischen Gesichtspunkten zu planen.

 TIPP

     
  Jeder Bauherr sollte auf ein gleichmäßiges Dämmniveau achten. Nur wenn alle Bauteiloberflächen warm sind, entsteht Wohlbehagen. Hat ein Raum kalte und warme Bauteiloberflächen oder ist die Gebäudehülle nicht ausreichend luftdicht, kann Zugluft das Wohlbefinden erheblich stören.  
   

Das Ergebnis der Wärmebedarfsberechnung wird im "Energieausweis" dokumentiert. Hier kann der Bauherr bzw. Erwerber u.a. den voraussichtlichen Endenergiebedarf ablesen. Dabei ist zu beachten, dass diese Berechnung und damit das Ergebnis nicht das jeweilige Nutzerverhalten (Lüftungsgewohnheiten, ggf. Warmwasserverbrauch, etc.) berücksichtigen.

Wesentliche Voraussetzung für das Erreichen des rechnerisch ermittelten Energieverbrauchs ist eine detaillierte Planung des Gebäudes unter Berücksichtigung der einschlägigen Normen zur Reduzierung von Wärmebrücken und der Herstellung der luftdichten Gebäudehülle. Bei der Berechnung nach der Energiesparverordnung (EnEV) wird von folgenden Annahmen ausgegangen:

 Raumtemperaturen von ca. 19°C
 häufiges kurzes und kräftiges Lüften, jedoch keine Dauerlüftung.

 TIPP
     
  Jeder Bauherr oder Mieter kann verlangen, den Energieausweis des Gebäudes einzusehen. Er enthält Angaben über den zu erwartenden Heizwärmebedarf in Kilowattstunden je m2 Wohnfläche und Jahr (kWh/m2 a). Unter dieser Angabe können Sie sich vermutlich nicht viel vorstellen. Wenn Sie diesen Wert durch 10 teilen und mit der beheizten Fläche Ihres Hauses multiplizieren, haben Sie den jährlichen Verbrauch in Liter Heizöl oder m3 Heizgas.